
Was ist Handchirurgie?
Die Handchirurgie stellt einen ganz eigenen Bereich innerhalb der Chirurgie dar. Nicht selten sind entsprechende Fachärzte zusätzlich auch in Bereichen wie Plastischer Chirurgie, Wiederherstellender bzw. Rekonstruktiver Chirurgie oder auch der Fußchirurgie tätig. Mit reinen Schönheitsoperationen haben die einzelnen Eingriffe meist nichts gemein: Zahlreiche handchirurgische Eingriffe sind medizinisch notwendig, beispielsweise bei angeborenen Handfehlstellung, Erkrankungen der Hand, Unfällen oder Verletzungen. In all diesen Fällen geht es darum, die Funktionen der Hand wieder auf ein mögliches Optimum zu bringen. Entsprechend vielfältig sind die einzelnen Eingriffe, welche zur Handchirurgie zusammengefasst werden. Eine Versorgung verletzten Gewebes beispielsweise durch eine tiefe Schnittverletzung oder eine Nervennaht bei verletztem Nervengewebe an der Hand zählt ebenso dazu wie die Rekonstruktion fehlender Finger durch einen genetischen Defekt. Auch wenn die Handchirurgie in erster Linie als oftmals auf die Funktionsfähigkeit der Hand abzielt, kann sie umgekehrt doch einen zusätzlichen ästhetischen Mehrwert bieten.
Die Kosten einer Handchirurgie
So vielfältig die verschiedenen Eingriffe im Bereich der Handchirurgie, so unterschiedlich fallen die Kosten für die jeweilige Operation aus. Diese reichen von etwa 1.000 Euro bei einem kleineren, ambulanten Eingriff bis hin zu 8.000 Euro und mehr bei einem äußerst komplexen Eingriff mit Beteiligung der Nervenfasern. Hinzu kommt, dass einige Behandlungen wie zum Beispiel die Daumenrekonstruktion nicht selten mehrere Eingriffe bzw. Folgebehandlungen umfassen.
Bei medizinisch notwendigen Eingriffen werden die anfallenden Kosten durch die Krankenkassen übernommen. Es gibt jedoch einige Situationen, in denen auch andere Kostenträger verantwortlich sein können, beispielsweise bei einem Unfall. Hier muss im Einzelfall geklärt werden, wie hoch die zu erwartenden OP-Kosten liegen und wer für deren Bezahlung aufkommt.
Kliniken für die Handchirurgie
Eingriffe im Bereich der Handchirurgie erfordern eine ganz besondere, fachliche Spezialisierung. So gibt es eigene Kliniken für Handchirurgie, in welchen ein breites Spektrum der verschiedenen Methoden angeboten wird. Weitere Ärzte praktizieren beispielsweise als „Facharzt für Chirurgie und Wiederherstellende Chirurgie“, als „Facharzt für Hand- und Fußchirurgie“, als „Facharzt für Plastische Chirurgie“ oder als „Facharzt für Chirurgie“ jeweils mit dem Schwerpunkt Handchirurgie. Eine Übersicht entsprechender Ärzte bieten die deutschen Dachverbände und Gesellschaften. Dank einer praktischen Online-Suche können Mitgliedsärzte am gewünschten Ort oder PLZ-Gebiet mit nur wenigen Klicks direkt gefunden werden. Hierzu zählen sowohl die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie (http://www.dg-h.de) als auch die Deutsche Interessengemeinschaft für Ambulante Handchirurgie DIAH e.V (http://www.handchirurgie-diah.de) .
Ein besonders breites Spektrum verschiedenster Eingriffe im Bereich der Handchirurgie bieten beispielsweise Dr. Kurt Steffens in Essen (http://www.handerkrankungen.de), Dr. Baur und Dr. Fromberg in der Gemeinschaftspraxis für Plastische Chirurgie und Handchirurgie in Murnau (http://www.baur-fromberg.de) oder Dr. Paul Preisser am Diakonie-Klinikum Hamburg (http://www.handchirurgie.org).
Die Klinik für Handchirurgie am Rhön-Klinikum (http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/cms/kfh_2/deu/index.html) zählt mir über 6.000 Eingriffen jährlich zu den größten Anbietern ihrer Art im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.
Die Finanzierung einer Handchirurgie
Die Handchirurgie ist in den meisten Fällen eine rein ästhetische Operation, die keine medizinischen Ursachen hat. Nur dann, wenn medizinische Gründe vorliegen (etwa ein Nabelbruch), übernehmen die Krankenkassen die Kosten, zumindest teilweise.
Wer die Operation aus eigener Tasche finanzieren muss, kann auf Wunsch unsere Finanzierungsangebote nutzen, die online eingesehen werden können.